Die Anfänge des Tourismus in Novigrad
reichen bis ans Ende des 19. Jh.; schon 1896 waren die Hotels Al Lido und Al
Porto in Betrieb. Gleichzeitig wurde auch das Stadtbad eingerichtet. Zwischen
den beiden Weltkriegen haben die Raststätten Citta di Trieste und Trovatore den
Touristen ihre Dienstleistungen angeboten. Der rasche Aufschwung des Tourismus
in Novigrad beginnt in den 60er Jahren, als die damaligen slowenischen
Unternehmen zahlreiche Erholungsheime auf der Halbinsel Karpinjan bauen ließen
und bald darauf das Unternehmen Plava laguna aus PoreC große Investitionen im
Tourismus vornahm. Heute kann Novigrad täglich bis zu 10 500 Gästen aufnehmen.
Die Touristen können zwischen Unterkünften in Hotels, Pensionen, im
Campingplatz, Appartements und Privatzimmern wählen. Das inhaltsreiche Angebot
dieser mediterranen Stadt wird durch Sport und Freizeit, Tanzterrassen,
Gaststätten, Ausflüge und Besichtigungen der kulturhistorischen
Sehenswürdigkeiten vervollständigt. Die Gäste können am Fischfang, an der Jagd
im Tal der Mirna oder Kanu-Safaris entlang der Mirna u.a. teilnehmen. Zu den
tradionellen Veranstaltungen gehören: das Jazz-Festival Heineken music nights
(August) und das dreitägige Volksfest des Schutzpatrons St. Pelagius (August).
Der Jahthafen von Novigrad verfügt über 86 Anlegeplätze in Meer und
weitere 30 Liegeplätze an Land; Bootslänge 6–12 m; maximaler Tiefgang 2,2 m.
NOVIGRAD, Stadt und Hafen an der Westküste Istriens; 15 km südwestlich
von Buje. Sie liegt auf einer
karstigen Halbinsel, welche die südwestliche
Spitze der BujStina bildet, an der Nordseite des Eingangs in die weite Bucht des Hafens
Mirna. Die Lage eignet sich gut zur Verteidigung, weswegen sie
früh bewohnt wurde. Der Hafen liegt windgeschützt (außer vor West- und
Nordwestwind, der ziemlich starken Schwell verursacht). Im Südwesten ist
er von einer Steinmole geschützt, an deren Innenseite kleinere Schiffe mit
einem Tiefgang bis zu 3,5 m anlegen können. Den
kleinen Hafen im südöstlichen Teil können nur Jachten ansteuern. Der
Ankerplatz liegt
200
m nordöstlich der Pier und ist
3–4 m tief. Im Jahr 1983 wurde ein Jahthafen errichtet.
Besonders anziehend sind die waldreiche Gegend und die reich gegliederte Küste. Entlang
der Küste von Novalja erstrecken sich reiche Fischgründe vom Hafen
Dajla im Norden bis zum Hafen Mirna im
Südosten.