Doch Nin ist nicht hur eine historische
Stadt. Zusammen mit ihrer Umgebung bietet sie günstige Voraussetzungen für
Urlaub und Erholung, insbesondere für den Kurtourismus. In der Nähe, weitab von
Verkehr, Lärm und Industrie, gibt es mehrere lange Sandlagunen mit ganz
besonderen mikroklimatischen Merkmalen. Das tief ins Land hineinragende, seichte
Meer ist hier 2_3 °C wärmer und weist höhere Salz- und Aerosolwerte auf. Das
Wasser ist sauber, da es wegen der geringen Tiefe so gut wie keinen
Schiffsverkehr gibt. Hier liegen auch die größten Vorkommen des heilenden
Peloid-Seeschlamms an der Adria. Seine Verwendung zu Heilzwecken geht zurück auf
die Römerzeit und dauert bis in unsere Tage. Heute befindet sich hier eine
kleine Ambulanz; die Rehabilitation wird in den Sommermonaten im Freien
durchgeführt.
In vielen Gasthäusern und Weinschenken werden
Spezialitäten aus dem In- und Ausland angeboten. Voraussetzungen für Sport und
Freizeitaktivitäten, Sportfischerei und Jagdausflüge sind gegeben. In der
Galerie “ViSeslav” kann man Ausstellungen mit Werken bekannter kroatischer Maler
besuchen. In der Sommersaison werden Unterhaltungsabende veranstaltet.
Nördlich von Nin (13 km) liegt die kleine Insel ZeCevo, vom Festland
durch eine Senke getrennt, die man bei Ebbe durchwaten kann. Auf der kleinen
Insel haben eremitische Ordensbrüder eine kleine Kirche zu Ehren der Madonna von
ZeCevo errichtet. Im Jahr 1500 wurden die Kirche und das Kloster von den Türken
in Brand gesteckt und die Madonnenfigur, wie es die Überlieferung sagt, ins Meer
geworfen. Doch trieb die Madonna im Wasser bis nach Nin, wo sie bis heute
aufbewahrt und jedes Jahr am 5. Mai nach ZeCevo gebracht wird.
NIN,
Ortschaft am Südufer der Bucht von
Nin, auf der Landzunge Zdrijac, 17 km nördlich von Zadar.
Der Ort entwickelte sich auf einer flachen, durch Ablagerung entstandenen Landzunge, die
durch die Aushebung eines Kanals im 14. Jh. in eine
Insel verwandelt wurde; durch kleine Brücken mit dem Festland
verbunden.